Agrar: Gemeinsame Klassenfahrt der AGL 10a mit der BGJ-Klasse Ansbach nach Ungarn im Oktober 2010

Die große Reise begann für uns aus Fürth am 25.10.2010 um 07:15 Uhr in Großhabersdorf auf dem Gelände des Reisebusunternehmens.
Wieder einmal stellte sich heraus, dass die Fürther Schüler und Herr Holzberger in punkto Pünktlichkeit unübertrefflich sind. Auch wenn das hieß eine Stunde bei der Bäckerei in der Nachbarortschaft zu verbringen.
Zustandegekommen ist diese Fahrt in Kooperation mit dem Berufsbildungszentrum Ansbach, das eine Partnerschule in Ungarn hat.
So stiegen dann in Ansbach Frau König, Herr Lochner und die BGJ-Klasse Agrarwirtschaft der Berufsschule zu.
Von jetzt ging es ziemlich schnell auf die Autobahn immer Richtung Österreich was ohne allzu große Aufregung an uns vorüber ging.

Selbstverständlich legten wir mehrere Pausen ein um dem Drang nach legalen Suchtmitteln Raum zu geben oder doch nur die Toilette aufzusuchen. Auf der Fahrt viel uns auf, dass wir die Donau bemerkenswert oft kreuzten.

Am späten Nachmittag erreichten wir schließlich die Partnerschule in Vép und die Faszination war uns ins Gesicht geschrieben. Manchen gefiel der erste Eindruck sehr gut, manchen weniger gut. Aber auch so manch Prinzesschen war schließlich überzeugt doch zu bleiben.

Zimmerzuteilung, Essen und eine kurze Einführung gab uns eine grobe Übersicht für die nächsten Tage.

Wir vergnügten uns den restlichen Abend mit den ungarischen Schülern in deren Sporthalle. Punkt 22:00 Uhr war Bettruhe. Es stellte sich ein Problem in den Vordergrund, da jeder Bettruhe nach bestem Wissen und Gewissen anders zu definieren versuchte. Aber das war dann auch bald geregelt und wir konnten mit neugewonnenem Wissen einschlafen: Jeder in seinem Bett.

Am nächsten Morgen wurden wir durch ohrenbetäubendem Lärm geweckt, man konnte es mit dem Kratzen von Fingern an der Tafel vergleichen. Es stellte sich allerdings heraus, dass ein Mitschüler es nett meinte und uns mit Hilfe seines - nicht unbedingt lieblichen - Gesangs wecken wollte. Aber auch hier wurden wir fast traumhaft aus dem Schlaf gerissen.

Beim Frühstück bemerkten manche, dass wir ja noch immer in einem anderen Land waren. Vom Frühstück ging es in ein Deutschstunde nach ungarischem Vorbild. Wir saßen im Unterricht bei einer bezaubernden, blonden Lehrerin um die 25, die Augen stets nach vorne gerichtet.

Danach gab es einen Rundgang über das gesamte Schulgelände. Es erwies sich als sehr, sehr weitläufig. Wir besuchten den Gartenbau, die KFZ- Werkstatt, den Betriebshof, das Hauswirtschaftsgebäude, die Unterrichtsräume mit Museum sowie die Landtechnikwerkstatt. Uns viel auf, wie mit einfachen Mitteln große Leistung erzielt werden kann.

 

Betriebsrundgang

 

Betriebsbesichtigung

 

Am nächsten Morgen wurden wir durch ohrenbetäubendem Lärm geweckt, man konnte es mit dem Kratzen von Fingern an der Tafel vergleichen. Es stellte sich allerdings heraus, dass ein Mitschüler es nett meinte und uns mit Hilfe seines - nicht unbedingt lieblichen - Gesangs wecken wollte. Aber auch hier wurden wir fast traumhaft aus dem Schlaf gerissen.

Beim Frühstück bemerkten manche, dass wir ja noch immer in einem anderen Land waren. Vom Frühstück ging es in ein Deutschstunde nach ungarischem Vorbild. Wir saßen im Unterricht bei einer bezaubernden, blonden Lehrerin um die 25, die Augen stets nach vorne gerichtet.

Danach gab es einen Rundgang über das gesamte Schulgelände. Es erwies sich als sehr, sehr weitläufig. Wir besuchten den Gartenbau, die KFZ- Werkstatt, den Betriebshof, das Hauswirtschaftsgebäude, die Unterrichtsräume mit Museum sowie die Landtechnikwerkstatt. Uns viel auf, wie mit einfachen Mitteln große Leistung erzielt werden kann.

Der Abend stand zu freien Verfügung und um 22:00 Uhr hieß es wiedermal Bettruhe; es klappte fast reibungslos. Es gab noch einige Komplikationen bis jeder auf dem Zimmer war, wo er sein sollte oder auch wollte, aber so um halb eins war das dann auch geregelt.

Ein weiterer Höhepunkt war eine sehr interessante Führung durch das Labor. Wir bekamen große Einblicke und so bekam die sonst so theoretische Bodenkunde ein ja fast praktisches Gesicht.

Als Nächstes stand die Saatzuchtstation auf der Liste. Nach einem sehr informativen - nicht kurzen- Vortrag des Leiters der Station gab es noch einen Rundgang über den Hof und so konnte sich jeder einen eigenen Eindruck schaffen.

Nun stand ein großer Milchviehbetrieb auf dem Programm. Die enormen Größe lässt sich mit Eckdaten benennen: Es handelt sich um einen Hof mit 1300 Rinder, 850 davon sind Milchkühe. Der Betrieb bewirtschaftet eine Fläche von 12500 ha. Von 5 - 15 Uhr wird durchgehend in zwei Doppel -Zehner- Fischgräten-Melkständen gemolken.

Der nächste Programmpunkt, war die Besichtigung des Betriebes eines Internatsschülers. Es handelte sich um einen Ackerbaubetrieb mit 700 ha. Besonders die rustikale Art der Maschinenhaltung viel auf und stieß teils auf Unverständnis. Es wurde noch kurz auf den Mähdreschern und Bulldogs "Probe- gesessen" und es ging weiter Richtung Plattensee.

 

Gemeinsame Erkundung

Grenzübergang

 

Am Plattensee legten wir schließlich eine Pause ein um das ganze in vollem Ausmaß zu genießen. Der Abend und das Abendessen verlief ohne allzu große Aufregung, so dass es um 22:00 Uhr wieder hieß - Bettruhe! Fast ohne Ausfallerscheinungen ging das zu Bett gehen fast reibungslos an uns vorbei.

5:55 Uhr: 5 Minuten bevor der Wecker von Herr Lochner klingelte, machten sich zwei Schüler auf um ihm die leidige Arbeit des Weckens abzunehmen. Um ihm aber die Möglichkeit zu geben, den Weckdienst mitzuerleben, wurde Herr Lochner als Erster geweckt. Es braucht nur wenige gezielte Sprünge gegen seine Tür und lauthals Gebrülltes - "Herr Lochner sind sie wach?" - und schon stand er etwas verwirrt an der Tür. Daraufhin wurden alle Zimmer fachmännisch nach militärischem Vorbild geweckt, was der Stimme einige Schreikraft abverlangte.

Nach dem Frühstück ging es auch gleich los Richtung Heimat. Wir legten einen Zwischenstopp ein um die ehemalige ungarisch-österreichische Grenze anzuschauen. An der sich damals, kurz vor dem Mauerfall, viele Ostbürger versammelten und auf die Öffnung der Grenze hofften.

Am Abschlusstag unserer Reise sammelten wir auf dem Heimweg viele Kilometer auf der Autobahn und kamen gegen 22:00 Uhr in Großhabersdorf mit vielen unvergesslichen Eindrücken und neuen Bekanntschaften aus der Partnerschule in Véps wieder an.

Fazit: Die gemeinsame Fahrt mit den Schülern der Berufsschule aus Ansbach war ein gutes Beispiel für eine gelungene Kooperation beider Schulen.

Laborbesichtigung

© BeMü./cro

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