Agrar: Baumpflanzprojekt in Zusammenarbeit mit dem Landschaftspflegeverband Mittelfranken im Nov. 2013

Am Donnerstag, den 14.11.13 führte unsere Klasse (AGL 10a) unter der Anleitung von Herrn Dieter Speer (Leiter des Landschaftspflegeverbandes Mittelfranken) ein Landschaftspflegeprojekt in Laubendorf durch. Auf einer Gemeindefläche der Stadt Langenzenn pflanzten wir entlang eines Saumbiotopes 30 verschiedene Obstbäume.

Herr Speer erklärte und demonstrierte uns, was beim Pflanzen von Obstbäumen zu beachten ist. Dabei wurden die Themen - Pflanzschnitt von Wurzel und Krone - Größe des Pflanzloches - Baumbefestigung - Pflanztiefe - Pflanzung - Verbiss Schutz und Wässerung angesprochen.
Herr Hermann Schlager, der angrenzende Landwirt, brachte mit seinem landwirtschaftlichen Fahrzeug nicht nur die Bäume, das Pflanzmaterial, Mulchmaterial, sondern auch noch das Wasser mit einem kleineren Güllefass.
Als Erstes besprach Herr Speer den Zuschnitt der Wurzeln. Es sollten nur die größeren Wurzeln zurückgeschnitten werden und die Haarwurzeln so lassen, wie sie sind. Anschließend wird die Baumkrone geschnitten, dabei muss man einen Haupttrieb und drei Nebentriebe auswählen. Die anderen Äste werden abge-schnitten. Der Haupttrieb soll ca. 20-30 cm über den Seitentrieben stehen, während diese auf gleicher Höhe eingekürzt werden. Dabei bilden die verbleibenden Äste ein sog. "Dach" und man spricht hier auch von der Saftwaage, weil alle drei Seitenäste gleich hoch sind. Somit treibt der Baum nicht so stark in die Höhe, sondern mehr in die Breite.
Anschließend wird ein Loch (ca. 70cm x 70cm und 50 cm tief) gegraben, ein Pfahl in den Boden geschla-gen, der dazu dient, den Baum festzuhalten. Der Pfahl sollte immer im Westen des Baumes stehen. Beim Pflanzen des Baumes ist zu beachten, dass die Pflanztiefe richtig gewählt ist, nämlich dass die Veredelungsstelle über der Erde liegt. Dann wird das Pflanzloch gefüllt und die Erde gut angedrückt.
Jetzt wird der Baum an einem Pfahl fixiert und ein "Verbiss Schutz" angelegt, damit die Hasen nicht an den Bäumen knappern können.
Das Pflanzloch wurde noch mit Hackschnitzeln gemulcht und anschließend wird der Baum noch mit etwa 100 Liter Wasser gewässert.

Durch unsere tatkräftige Arbeit, die noch von Herrn Schlager, Herrn Speer und unseren beiden Lehrkräften Frau Gebhardt und Herrn Holzberger unterstützt wurde, war das Projekt nach knapp 4 Std. beendet. nach kurzer Zeit getan. Zum Abschluss gab es noch ein Pressegespräch, an dem auch der Bürgermeister der Stadt Langenzenn, Herr Jürgen Habel teilnahm, sich bei der Klasse bedankte und uns zum Mittagessen in die Laubendorfer Gastwirtschaft einlud.
Anschließend besichtigten wir noch die Biogasanlage der Infra in Seckendorf.
Herr Bösl, der Betriebsleiter der Anlage gab uns zuerst einmal einen Überblick über die Eckdaten dieser Anlage. Auf einer Fläche von 6,6 ha werden pro Jahr ca. 7 MW Biogas erzeugt, das einer elektrischen Leistung von 3,2 MW entspricht. Die Anlage hat eine Substratlagerkapazität von 63.500 t (entspricht ca, 1600 40 Tonner LKW entspricht) und einen Jahresverbrauch von knapp 40.000 t, was einem täglichen Verbrauch von ca. 100 t entspricht. Als Substrat wird der Fermentation zur Zeit - Mais - Rüben - Getreide- zugeführt, wobei das Ziel ist, den Maisanteil zu reduzieren und dafür Energiegras (Szarvasi) einzusetzen. Das Behältervolumen der Fermenter beträgt insgesamt 7.200 m³, das der Endlager 30.000m³ - das entspricht einer Lagerkapazität von 180 Tagen.
Jetzt ging es noch zu einem Rundgang durch die ‚Anlage, wobei Herr Bösl vor allem ein
Augenmerk auf die Silagequalität und deren Beurteilung legte. Wie in der Rindhaltung ist
es auch bei der Biogaserzeugung ganz wichtig, denn wenn nur

"vorne was gutes hineinkommt - dann kommt auch hinten viel heraus"!

Mit vielen neuen Eindrücken beendeten wir diesen interessanten Praxistag.

 

Lagebesprechung

 

Im Einsatz

 

Pfahl setzen

Biogasanlage

 

Erstellt von den Schüler und Schülerin der Klasse AGL 10a mit den Lehrkräften Gebhardt und Holzberger

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