Agrar: Landschaftspflegeprojekt der Klasse AGL10a in Wilhermsdorf

Im Folgenden beschreiben Schüler der Agrarklasse unseren Projekttag mit dem Landschaftspflegeverband. Dieser Projekttag soll den Schülern die Bedeutung unserer Kulturlandschaft näher bringen. Durch die Zusammenarbeit mit dem Landschaftspflegeverband lernen die jungen Landwirte die Arbeit dieses Verbandes kennen und treten mit Fachleuten in Verbindung, die sie als zukünftige Landwirte zur Beratung bei ökologischen Fragen kontaktieren können. Der Landschaftspflegeverband wiederum kommt mit späteren Betriebsleitern in Kontakt, die für den Verband wertvolle Naturschutzarbeit leisten können.

Im Dezember 2014 pflanzten wir auf einer ökologischen Ausgleichsfläche der Gemeinde Wilhermsdorf 56 Obsthochstämme, 10 Laubbäume und ca. 700 Heckensträucher mit Umzäunung zusammen mit Herrn Speer vom Landschaftspflegeverband und unseren Klassenlehrern Herr Holzberger und Frau Gebhardt. Dabei lernten wir z.B., wie man Obstbäume richtig pflanzt, zuschneidet und anbindet oder wie ein fachgerechter Wildverbissschutzzaun für eine Heckenpflanzung gebaut wird.

Wir teilten die Klasse in zwei Gruppen, eine Gruppe baute den Zaun und die andere Gruppe pflanzte die Hecken. Der Zaun soll der Hecke Schutz vor Rehen, die bei dieser sonst die Rinde abnagen, bieten. Wir steckten zuerst das Feld ab, wo der Zaun hin sollte. Danach bohrten wir die Löcher mit einem Pfahleisen vor. Anschließend rammten wir die Pfosten mit einer Pfostenramme in den Boden. Natürlich schauten wir, ob die Pfosten in einer Flucht stehen. Als alle Pfosten im Boden waren, verstrebten wir die Ecken und die Mitte noch einmal. Für die Verstrebung rammten wir quer zu diesen noch einmal Pfosten mit einem Vorschlaghammer in den Boden und sägten diese schräg ab. Anschließend verschraubten wir die Pfosten.

Als letzte Arbeit spannten wir einen Maschendrahtzaun und nagelten diesen mit Krampen fest. Wir nagelten den Zaun mit drei Krampen pro Pfosten fest und schlugen diese nur so weit ein, dass man sie wieder aus dem Holz ziehen kann. Denn der Zaun soll, wenn die Hecke groß genug ist, wieder entfernt werden. Auch bauten wir ein Tor mit in den Zaun, um für die Heckenpflege nicht über den Zaun klettern zu müssen. Bevor wir die Sträucher pflanzten, machten wir einen Wurzelschnitt, damit diese besser anwachsen können. Die Sträucher wurden dann in den eingezäunten Bereich gepflanzt. Die Hecke soll den Tieren Schutz und einen Lebensraum bieten. In der Hecke leben dann zum Beispiel Insekten, Hasen, Igel, Vögel und noch viele andere Lebewesen mehr.

Tom Brendel , AGL10a überarbeitet von Margit Gebhardt

Eine andere Gruppe der Klasse kümmerte sich zur selben Zeit um die Pflanzung der Obstbäume. Als Erstes begann unsere Gruppe damit, die Löcher auszuheben. Diese waren zwei Spaten tief und einen halben Meter im Durchmesser aus zu heben. Dann führten wir bei den Pflanzen den Wurzelschnitt aus. Beschädigte Wurzel müssen abgeschnitten werden, das regt das Wurzelwachstum an und vermeidet das Abfaulen der Wurzeln.

Bevor wir mit dem Pflanzen begannen, zeigte uns Herr Speer die Pflanzung und den Pflanzschnitt des Obstbaums. Beim Pflanzschnittt muss man die vier Triebe auswählen, die man haben möchte und die restlichen werden dann abgeschnitten.

Ein Trieb ist immer in der Mitte und die anderen drei außenherum, möglichst gut verteilt. Das nennt man Saftwaage. Die drei äußeren Triebe müssen alle gleich lang kurz nach einer Knospe abgeschnitten werden.

Der Leittrieb muss etwas länger sein, als die drei anderen, diesen schneidet man dann auch kurz nach einer Knospe ab. Als Nächstes setzten wir die Stützpfähle, bei diesen achteten wir darauf, dass sie in einer Reihe waren und auf der Baumseite gesetzt wurden von der der Wind kommt. Danach setzten wir die Obstbäume.

Wichtig ist, dass der Veredelungspunkt oberhalb der Erde ist. Nach dem Einschaufeln traten wir die Erde fest, damit keine Luft an den Wurzeln ist. Der nächste Schritt war dann das Festbinden der Bäume an den Stützpfählen. Die Schnur wird mit ca. 10 cm oder eine Faustbreite befestigt.

Die Schnur wurde zweimal wie eine 8 um den Baum und den Pfosten herumgewickelt und dann noch einmal in der Mitte mit der restlichen Seillänge umwickelt, das hilft den Abstand halten. Dann wurde um den Baum Rindenmulch als Schutz vor Unkraut und Austrocknung verteilt und der Baum noch kräftig gewässert.

Marc Weghorn AGL10a, überarbeitet von Margit Gebhardt

 

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