Partnerschule Limoges

 

Schüleraustausch im Oktober 2013 - 34 Schüler/innen wagen das Abenteuer Frankreich

 

Für die Schüler ist der Schüleraustausch ein Abenteuer mit vielen Fragen, für uns Lehrer eine Tradition, die es gilt zu hegen und zu pflegen, wie eine Pflanze!

Dieses Jahr fuhren wir im Oktober 2013 für eine Woche mit einer bunt gemischten Schülertruppe der 11. Klassen aus den Berufszweigen der Hauswirtschaft, Kinderpflege, Nahrung und nach langer Zeit auch wieder einmal Gärtnern nach Limoges. Alle waren gespannt, was uns an der dortigen Schule erwarten würde. Nach der 13-stündigen Anreise interessierte aber nur noch das Hotelzimmer und Ausschlafen.

Der neue Schulleiter Monsieur Delperié, einige Lehrer und Schüler begrüßten uns am nächsten Tag nach dem Frühstück und stellten uns ihr französisches Schulleben vor. Bei einigen gemeinsamen, kreativen Aktionen lernten sich die Schüler näher kennen. Sie gestalteten zusammen Bilder der deutsch-französischen Freundschaft und stellten Freundschaftsbänder her.

Wir konnten uns überzeugen, dass der "Freundschafts-Amberbaum" sich gut entwickelt, wie die Freundschaft zwischen den Schülern unserer beiden Schulen.

 

Freundschaft

 

Am nächsten Tag beobachteten wir, wie im letzten Jahr, die Geburt eines Kalbes und seine ersten Gehversuche. Beim Rundgang über das Schulgelände staunten unsere Schüler nicht schlecht, was es hier alles gibt. Pferde, Schweine, Schafe, Kühe, eine Schmiede, in der die Pferde beschlagen werden, Reitstall, Gärtnerei und Nahrungsmittelverarbeitung. Am Nachmittag zeigten uns die französischen Schülern in Gruppen und mit kleinen Spielen die Stadt Limoges und ihre wichtigsten Sehenswürdigkeiten. Ein Empfang im Rathaus durfte natürlich auch nicht fehlen.

Der Mittwoch war geprägt von Kreativität, Kultur und Geschichte, die in dieser Gegend alle sehr nah beieinander liegen. Eine Gruppe besuchte das Emaillehaus und stellte selbst Kettenanhänger her. Die andere Gruppe besuchte den alten Ofen für die Porzellanherstellung des Porzellans "Royal Limoges". Wir erfuhren etwas über die Bestandteile des Porzellans, die verschiedenen Stadien der Porzellanherstellung, den beschwerlichen Alltag der Arbeiter und konnten in einem alten Ofen dessen Dimension bestaunen. Die grausame Geschichte der Umgebung erfuhren wir in Oradour sur Glane, wo die deutsche Wehrmacht am 10.06.1944 einen ganzen Ort einfach so ausradiert hat. Es ist beklemmend durch die Ruinen zu gehen, manche Alltagsgegenstände an Ort und Stelle zu sehen, sowie auf dem Friedhof die Fotos mit Namen und Geburtsdatum zu lesen.

 

Während die meisten Schüler am nächsten Vormittag das Resistancemuseum besuchten, erweiterten die Gärtner im botanischen Garten ihre Pflanzenkenntnisse. Am Nachmittag sahen wir in die Patisserie BIJOU, die Herstellung der köstlichen Madeleines (eine französische Gebäckspezialität), die wir immer beim Empfang genießen dürfen.

Der Freitagvormittag stand ganz im Zeichen der Berufe. Die Schüler der Kinderpflege besuchten einen Kindergarten und die Hauswirtschaftsschüler ein Seniorenheim. Die restlichen Schüler besuchten eine Bäckerei, eine Metzgerei und eine Gärtnerei. Der Bäcker erklärte genau die Produktionsschritte des Baguettes. In der Metzgerei konnten sie die wesentlichen Unterschiede zu deutschen Metzgereien erkennen. Der Gärtner zeigte uns gerne seine Produkte und meinte begeistert, dass er seine Pflanzen für die Balkonsaison aus Deutschland beziehe, da diese die besten seien. Ein Gartenbauschüler meinte, es wäre schön so "gemütlich" zu produzieren wie Monsieur, wenn dabei genügend übrigbliebe. Es ist eben ein kleiner Endverkaufsbetrieb in einem kleineren Ort und kein Großbetrieb.

Dieser Tag wurde mit dem Abschiedsessen in einem typischen französischen Lokal abgeschlossen.

Samstag: Das Abenteuer---der Höhepunkt--- Paris---- wartet auf uns. Hallo!! Wie lange fährt man denn, bis man im Zentrum ist?? Das Zentrum gibt es nicht. Alles ist Zentrum, überall steppt der Bär. Notre Dame, Centre Pompidou, Louvre, Tuilerien, Prachtstraßen und --- und---und--- der Eiffelturm! WOW! Plötzlich steht er da, in seiner ganzen Pracht. Der krönende Abschluss ist die Bootsfahrt auf der Seine vorbei am beleuchteten Eiffelturm und den anderen Sehenswürdigkeiten.

 

Der Klassiker!

 

Müde, aber voll mit Eindrücken und Erlebnissen erreichten wir am Sonntagmorgen wieder unsere Heimat Fürth. Die Frage eines Schülers sagt glaube ich vieles und alles: Kann man in der 12. Klasse auch noch einmal mitfahren?

Der Austausch wird gefördert durch das DFJW, den Bezirk Mittelfranken und die Stadt Fürth.

Vielen Dank!

 

I.Haus-Rückel

 

 

 

 

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