Partnerschule Limoges

 Bericht der Frankreichfahrt vom 15.10. bis zum 21.10.2006

 

Die Fahrt beginnt.

Was wird hier gesucht?

 

Es wird getanzt.

Gruppenarbeit

 

Montag, 16.10.2006
Der Tag begann mit dem Frühstück, viel zu früh, im Hotel. Dann ging es zu unserer Partnerschule nach Les Vaseix. Dort trafen wir viele gute Bekannte: Unsere beiden Partnerklassen, die uns bereits in Deutschland besucht hatten, die französischen Lehrer und die Schulleiter, Mme Prion und M. Rigal. Sie erwarteten uns mit einer Tasse Kaffee und Plätzchen.
Anschließend hießen sie uns mit einer freundlichen Begrüßungsrede willkommen.
Herr Rigal, der stellvertretende Schulleiter, stellte uns seine Schule und die Ausbildungsmöglichkeiten in Les Vaseix vor. Nach einer kurzen Pause stellten sich die französischen Deutschschüler vor. Wir freuten uns besonders, dass sie das in deutscher Sprache taten. Danach hatten wir mittels verschiedener Gruppenarbeiten Gelegenheit uns besser kennen zu lernen. Bereits nach wenigen Minuten war das Eis gebrochen und wir unterhielten uns mit viel Gelächter und guter Laune.
Am Nachmittag besuchten wir in deutsch-französischen Gruppen abwechselnd verschiedene Workshops: Porzellanbemalen, Kochen für das gemeinsame Abendessen und Singen deutscher und französischer Volkslieder. Wir hatten viel Spaß dabei!
Anschließend hatten wir unsere erste Französischstunde in Frankreich. Die neuen Kenntnisse konnten wir beim gemeinsamen Abendessen gleich anwenden. Wir waren besonders erstaunt über den Umfang, die Dauer und die Essgewohnheiten unserer französischen Partner.
Zum krönenden Abschluss machten wir eine "Lichterrundfahrt" durch Limoges mit gesanglicher Begleitung. In unserer Unterkunft zurück, fielen wir müde in die Betten.

 

Dienstag, 17.10. 2006
Um 8.30 Uhr trafen wir uns pünktlich im Lycee Agricole. Dort teilten wir uns wieder in Gruppen ein. Unsere französischen Schüler führten uns über das große Schulgelände und zeigten uns die praktische Seite ihrer Ausbildung.
Nach dem gemeinsamen Mittagessen in der Schulmensa fuhren wir mit unseren französischen Partnerschülern nach Limoges zur Stadtbesichtigung: Stadtrundfahrt im "Petit Train", Kathedrale mit Krypta sowie das "souterrain de la Regle" waren Punkte des Interesses. Dabei haben wir festgestellt, dass die Franzosen sehr aufgeschlossen sind, wir wurden überall überaus freundlich behandelt. Nach dem offiziellen Teil verbrachten wir unsere Freizeit gemeinsam mit den französischen Schülern in der Stadt.
Am Abend wurden wir vom Conseil Regional empfangen. Uns erwarteten Champagner und Fingerfood. Wir wurden herzlich begrüßt und erhielten T-shirts mit dem Wappen von Limoges als Geschenk. Ein Mitarbeiter erklärte uns Funktion und Arbeitsweise des Bezirksparlaments.
Nach dem gemeinsamen Abendessen in der Schule ging ein anstrengender Tag zu Ende.

 

Mittwoch, 18.10. 2006
Heute mussten wir schon sehr früh aufstehen und fuhren in die Schule um uns mit den Schülern zu treffen. Dann ging es gemeinsam nach Collonges la Rouge, in das schönste Dorf Frankreichs. Wir machten gemeinsam eine Stadtführung, dann hatten wir Zeit um auf eigene Faust den wirklich hübschen Ort zu erkunden.
Zum Mittagessen fuhren wir in ein Internat, das nur wenige Kilometer entfernt lag.
Am Nachmittag besichtigten wir einen Hof mit Obstplantage. Wir erfuhren Wissenswertes über Klima, Böden und Obstsorten. Der Besitzer bot uns alle seine Obstsorten (Äpfel, Himbeeren, Birnen, Brombeeren, Nüsse etc.) zum Probieren an. Da der Hof seine Produkte auch direktvermarktet konnten wir noch weitere landestypische Produkte probieren: Crepes mit Himbeermarmelade und Apfelcidre. Nach der Besichtigung bedankten wir uns bei unseren großzügigen Gastgebern indem wir typische Mitbringsel aus unserer Heimat überreichten: Bier, Bratwürste und Lebkuchen.
Mit dem Bus ging es wieder zum Abendessen in die Schule zurück.
Danach organisierten die französischen Schüler für uns einen Tanzabend, auch eine portugiesische Folkloregruppe tanzte vor.
Müde aber glücklich fielen wir in unsere Betten.

Donnerstag, 19.10.2006
Um 7.30 Uhr ging es los. Noch etwas müde fuhren wir zur Partnerschule.
Dort trafen wir die Franzosen und fuhren gemeinsam nach Tourbiere des Dauges. Dort erwartete uns Biologieunterricht vor Ort: Im Moor. Wir wanderten los, hatten schnell nasse Füße und entdeckten das Leben im Moor. Wir fanden Eidechsen, Molche, Grashüpfer, Schnecken und eine Gottesanbeterin. Wir untersuchten die Sümpfe und sahen fleischfressende Pflanzen namens Sommertau.
Nach der Wanderung luden uns die französischen Freunde zu einem kleinen Snack ein, dann ging es zurück zum Bus.
An einem traumhaft schönen See bei Ambazac schlugen wir uns bei einem
pique-nique die Baüche voll. Leider wurden wir hier vom Regen überrascht.
Dann fuhren wir wieder weiter. Die Schüler der BFS Kinderpflege besichtigte gemeinsam mit einer Gruppe französischer Schüler des sozialen Zweiges eine Ecole Maternelle. Wir stellten große Unterschiede im Vergleich zu den deutschen Kindergärten fest: In Frankreich werden die Gruppen nach Alter getrennt aufgeteilt und es wird tatsächlich richtiger Unterricht durchgeführt. Wir erfreuten die französischen Kinder durch das Singen und Beibringen deutscher Kinderlieder.
Die Schüler der BFS Hauswirtschaft besuchten unterdessen mit einer Gruppe französischer Schüler ein Altersheim. Wir wurden freundlich begrüßt und durch die Stationen geführt. Immer wieder sprachen uns dabei Bewohner auf deutsch an und manche berichteten uns von ihren Erlebnissen in Deutschland. Besonders beeindruckte uns der Besuch der Alzheimerabteilung.
Schließlich wurden wir von den Bewohnern im Speisesaal zu Crepes und Saft eingeladen. Immer einige deutsche und französische Schüler saßen dabei gemeinsam mit einigen Bewohnern am Tisch.
Nach der Rückkehr fielen wir erschöpft in unsere Betten

 

Freitag, 20.10.2006
Wir begannen unseren Tag mit französischem Frühstück, wie immer mit viel Baguette.
Dann fuhren wir in das Denkmaldorf Oradour sur Glane und trafen uns dort mit den französischen Partnerschülern. Wir wurden in zwei Gruppen aufgeteilt und durch das Museum und die Gedenkstätte geführt. Ein französischer Wissenschaftler erklärte uns, wie es zum furchtbaren Massaker in Oradour gekommen war. Danach besichtigten wir die zerstörte Stadt. Es war sehr interessant aber auch dramatisch, ergreifend und erschreckend die alten Mauern anzusehen und an die Vergangenheit erinnert zu werden.
Nach einer kurzen Erholungspause fuhren wir in "unsere " Schule. Dort trafen wir uns zum gemeinsamen Mittagessen.
Am Nachmittag ging es nach Aixe sur Vienne. Dort besichtigten wir eine Porzellanfabrik und informierten uns über die Tradition der Porzellanherstellung in Limoges und Umgebung. Eine Mitarbeiterin führte uns herum, danach hatten wir die Möglichkeit Porzellan und Mitbringsel zu kaufen.
Anschließend ging es nach Limoges in die Stadt. Hier hatten wir zwei Stunden Zeit um mit den französischen Freunden einkaufen zu gehen oder auf eigene Faust die Stadt zu erkunden.
Danach traf sich die ganze Gruppe wieder und wir gingen gemeinsam mit den Franzosen auf das bekannte Metzgerfest Frairie des Petits Ventres. Dort gab es die typischen Spezialitäten aus Limoges wie z.B. verschiedene Wurst und Fleischwaren, Kuchen, Krapfen und Backwaren sowie typisch französische Getränke. Wir hörten den Staßenmusikern zu, wie sie auf alten, traditionellen Instrumenten spielten und besuchten natürlich auch die Metzgerkapelle wo einige Schüler eine Kerze entzündeten.
Danach hieß es Abschiednehmen von unseren französischen Freunden und Limoges, denn unser Aufenthalt ging dem Ende entgegen. Gerne hätten wir die Woche verlängert und mit unseren französischen Freunden noch viel gemeinsam unternommen und die Nacht zum Tage gemacht, doch unsere Lehrer blieben hart: Wir mussten zurück!
Nach einem so emotional aufwühlenden aber auch wieder schönen Tag fuhren wir in unsere Unterkunft . Dort packten wir unsere Koffer, denn morgen sollte es via Paris zurück nach Deutschland gehen.

Samstag, 21.10.2006
In aller Frühe wurden wir von Herrn Rigal an unserem Hotel verabschiedet.
Der Bus wurde beladen und dann ging es los: Paris, die Weltmetropole Frankreichs wartete auf uns!
Nach ca. fünf Stunden Fahrt kamen wir an und stiegen in die Metro um. Unsere erste Station war das Stadtviertel um Mont Matre. Von dort hatten wir eine wunderschöne Aussicht auf Paris. Wir hatten Zeit um Geschenke zu kaufen, Sacre Coer zu besichtigen oder einfach nur die Künstler und das lebendige Treiben zu beobachten.
Nächste Station war der berühmte Louvre. Weitere Stationen waren die Seine,
Notre Dame, das Quartier Latin und natürlich der Eiffelturm mit nächtlichem Blick auf Paris. Super!
Mit vielen Erinnerungsphotos und Souvenirs beladen fuhren wir mit der Metro zurück zum Bus. Müde fuhren wir los. Unser Fazit: Paris ist toll und eine Reise wert.
Unseren nächsten Urlaub verbringen wir in Frankreich - bien sur

 

Ankunft in Fürth: Sonntag, 22.10. 2006 um 10 Uhr

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