Projekt "Werteerziehung" - Fachbereich Sozialkunde im Schuljahr 08/09

Warum sind Werte wieder wichtig?

Um das herauszufinden setzen wir uns in diesem Schuljahr verstärkt mit dem Thema "Werte" auseinander. Angefangen haben wir mit einer Fragebogenaktion. Unter dem Titel "Und was denkst du so ?!?" lief die Umfrage in der letzten Woche vor Weihnachten an. Es haben sich 42 Klassen mit immerhin 720 Schülern daran beteiligt. Die Ergebnisse waren überraschend und aufschlussreich. Wenn ihr Lust habt, könnt ihr euch den Fragebogen mit den Ergebnissen noch mal anschauen.

Die Klasse AGG 10c (Landschaftsgärtner) hat sich eingehend mit dem Ergebnis der Umfrage auseinandergesetzt. Stellvertretend für alle Schüler stellen wir euch hier zwei unterschiedliche Meinungsberichte vor.

Ergebnis der Umfrage als pdf

Fachbetreuung für Sozialkunde
S. Döhnel


Ein Bericht über eine allgemeine Umfrage an Berufsschulen

Es wurden unter anderem auch Charakterfragen gestellt, doch welchen Charakter hat unsere Jugend?

Unsere Jugend ist erstaunlich selbstbewusst. 572 von den befragten Schülern glauben, dass ihre persönliche Überzeugung nur von ihnen selbst abhängt und nicht von anderen. Nur 121 von ihren sagen von den Eltern, 76 von ihren Freunden und 32 von ihren Geschwistern.

Sie empfinden zu mehr als 75%, dass Hilfsbereitschaft ein sehr wichtiger Punkt in ihrem Leben ist, aber dennoch spenden 379 nie für Hilfsbedürftige.

Die meisten von ihnen, 545 Schüler, sind risikobereit, aber 529, also fast 2/3 der Berufsschüler, würden ihr Geld lieber sparen als sofort auszugeben.

276 von ihnen glauben an Gott und 503 haben in ihrer Beziehung Zärtlichkeit vor Sexualität gestellt.

Bei der Frage, ob ein Einsatz einer Atombombe in Kriegszeiten gerechtfertigt wäre, meinen 635, also mehr als 90%, dass eine Atombombe nicht in Frage kommt.

In dieser Umfrage sieht man deutlich, dass die Jugend eine sehr soziale Einstellung hat und meist ähnliche Meinungen vertritt.

Ich finde, dass unserer Ruf in der Gesellschaft, eine asoziale Jugend zu sein, mit dieser Umfrage deutlich zeigt, dass es in Wahrheit anders aussieht.

Steffen Zeller ™ ©

 

Bericht zum Thema: Umfrage an der Fürther Berufsschule

In diesem Schuljahr wurde eine Umfrage an der Berufsschule I in Fürth durchgeführt. Das Thema der Umfrage war: "Und was denkst du so …?!?". Es haben 42 Klassen mit insgesamt 720 Schülern teilgenommen. Daraus ergab sich, dass für 612 Schüler Hilfsbereitschaft sehr wichtig ist.

Über die Hälfte der Auszubildenden würde von heute auf morgen in ein fremdes Land auswandern. Interessant ist, dass 268 Schüler sagen, dass "richtige" Gerechtigkeit im Leben nicht existiert.

"Ohne Fleiß kein Preis" sagen 529 Berufsschüler. 543 Auszubildende würden einen Fehler sofort im Betrieb berichtigen.

Meine Meinung zu dieser Umfrage ist, dass viele Schüler nicht die Wahrheit sagen, sondern dass sagen, was die Mehrheit der Gesellschaft für richtig hält oder für gut befindet. Interessanter Weise sagen nur 84 Schüler, dass sie ihre Hausaufgaben nie erledigen, doch wenn die Lehrer die Schüler fragen, ob sie ihre Hausaufgaben erledigt haben, werden es wahrscheinlich weitaus mehr sein als die 84 Schüler, die das gesagt haben. Meine Meinung zu dieser Umfrage ist, dass so was nie stimmt, weil die Befragten nicht wahrheitsgemäß antworten.

Verfasst von Christoph Huber
AGG 1oc
Gekürzte Fassung


Weitere Aktivitäten zum Thema "Werteerziehung"

In der Woche vom 16. bis 20. März konnten 6 Klassen an einem Workshop zum Thema "Werte und Normen zur Sexualität, sowie verantwortlicher Umgang mit Sexualität" teilnehmen.

Durchgeführt wurde der Workshop von drei Mitarbeiterinnen der staatlichen Beratungsstelle für Schwangerschaftsfragen des Landratsamtes Fürth.

Hier nun einige Schülermeinungen zu diesem Workshop:

Monika Rottner
(NFG 10c - Nahrungsfachverkäuferin)

"Ich fand es sehr interessant und aufschlussreich. Obwohl ich dachte, ich wüsste schon viel zu diesem Thema, konnte ich doch noch einiges dazu lernen. Die drei Stunden "Sexualkunde" waren gut gestaltet und es wurde nicht zu langweilig, so dass das Interesse nicht nachließ. Ich fand es sehr gut, dass auch sehr viel Lehrmaterial gezeigt wurde, so hat man es besser verstanden, weil man das Anschauungsmaterial auch in die Hand nehmen konnte. Durch das Kartenspiel habe ich auch mal die Meinung anderer zum Thema Abtreibung gehört".

Äußerungen von Schülerinnen aus der Klasse NfG 10a (Nahrungsfachverkäuferinnen)

"Gut war, dass man Verhütungsmittel sehen konnte, die man vorher nicht kannte".
"Mir hat gefallen, dass sie uns genau erklärt haben, wie der Zyklus der Frau abläuft".

Da kann man doch noch was lernen!

Da kann man doch noch was lernen!


Eine Woche später ging es weiter mit dem Workshop "Ich bin ich und du bist du...!"

Dieser Workshop beschäftigte sich mit der konstruktiven Konfliktbearbeitung und wurde von zwei Mitarbeiterinnen des Fränkischen Bildungswerks für Friedensarbeit angeboten. Ziel dieses Workshops war es Aspekte von Konflikthintergründen kennen zu lernen. Kommunikative Grundelemente, wie aktives Zuhören und Ich-Botschaften, sollten ausprobiert und eingeübt werden.

An diesem Workshop konnten sich vier Klassen beteiligen.

Feedback zur Konfliktlösung von Vanessa und Jasmin aus der Kfr 10b (Friseurinnen)

"Dass das Thema Konfliktlösung in der Schule bearbeitet worden ist, halten wir für sehr sinnvoll. Dadurch wird vor allem das Kennenlernen und die zwischenmenschliche Beziehung innerhalb der Klasse gefördert. Es ist wichtig zu lernen, wie man mit Problemsituationen umgehen muss und wie man Lösungen findet.

Insbesondere hat uns gefallen, dass wir aus unseren eigenen Erfahrungen zum Thema Konflikte Rollenspiele erarbeitet und vorgestellt haben.

Dadurch haben wir für das weitere Leben dazu gelernt, wie man in Konfliktsituationen richtig handelt. Außerdem war es sehr interessant Erfahrungen anderer zu hören und diese miteinander austauschen zu können".

Und weitere Stellungnahmen aus der Kfr 10a von Sali und Nina

"Wir fanden es gut, weil wir als Team gearbeitet haben. Das Rollenspiel war überragend, weil wir da wieder als Team "geschauspielert" haben. Die Besprechung nach den jeweiligen Rollenspielen war etwas zu lang und wir fanden es schade, dass die letzte Gruppe ihr Rollenspiel nicht mehr vorstellen konnte. Auch das Spiel, bei dem wir uns einen Ball zuwerfen mussten und jeder sagen konnte was ihm auf dem Herzen lag, fanden wir super, weil jeder wirklich das gesagt hat, was ihm am Herzen lag und dann war alles raus".

Da qualmen die Köpfe

Konflikt - was ist das?

 

Vorbereitung zum Gruppenkuscheln

Dank sagen möchten wir an dieser Stelle noch dem Jugendamt der Stadt Fürth für die finanzielle Unterstützung, ohne die diese Workshops nicht stattgefunden hätten.

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